Die Zauberkraft der dunklen Jahreszeit

Die Zauberkraft der dunklen Jahreszeit

Sommer adé

Ich weiß nicht wie es euch geht aber – ich werde im Herbst immer total melancholisch. Ich bin traurig, dass der Sommer vorbei ist und habe Sehnsucht nach der Sonne, der Wärme, und der Lebendigkeit, die ich die letzten Monate so genossen habe.  Jetzt heißt es Abschied nehmen. Die letzten warmen Tage im Jahr neigen sich dem Ende zu. Ich gehe zum letzten Mal ohne Jacke raus, das letzte Mal Eis essen, das letzte Mal Sonne, das letzte Mal im Hellen zur Arbeit fahren.

Mir kommen wirklich fast die Tränen, während ich die ersten Zeilen schreibe. Dennoch habe ich in den letzten Tagen einen ganz neuen Blick auf den Herbst, den Winter und unsere Jahreszeiten gewonnen. Dieser neue Blickwinkel hat für mich wirklich alles verändert!

Den Sinn im Winter finden

Ich bin sehr berührt davon, was für eine tiefe Bedeutung Herbst und Winter für unser Sein haben können, wenn wir uns dafür öffnen. Solange wir den Fokus auf die negativen Aspekte des Winters legen und seine Sinnhaftigkeit ablehnen, ist es schwer, Frieden damit zu finden. Wann immer wir Sinn in Etwas finden, ist unser Verstand beruhigt und wir können uns leichter darauf einlassen.

Während wir im Sommer sehr aktiv, viel unterwegs und ständig in Bewegung sind, werden wir auf natürliche Weise im Winter eher ruhig und in uns gekehrt. Das gefällt uns erst einmal nicht, denn wir definieren uns oft über Errungenschaften und Entwicklungen, die im Außen passieren. Selten nehmen wir uns die Zeit, nach Innen zu schauen, zu reflektieren, in uns aufzuräumen und hierdurch zu reifen.

Rückblick

Letztes Jahr im Herbst (rückblickend ist es für mich so logisch, dass es genau auf diese Jahreszeit fiel) fing damit an, mir wirklich viel Zeit für mich selbst zu nehmen. Ich sagte Treffen ab, verbrachte viel Zeit mit klassischer Musik auf meinem Sofa, meditierte, schaute nach Innen, fing an nach dem Sinn meines Seins zu forschen und meine Persönlichkeit zu verstehen. Und diese Zeit war SO MAGISCH! So wundervoll und magisch.

In den letzten Monaten war ich jedoch total enttäuscht und frustriert, weil ich diese Magie einfach nicht mehr sehen konnte. Jetzt (wieder im Herbst) fange ich an, zu verstehen warum: Weil jede Jahreszeit ihre ganz eigene Zauberkraft mit sich bringt.

Goldene Jahreszeit

Also denn: Ich begrüße ich dich ganz Herzlich in dieser goldenen Jahreszeit. Genieß die Veränderung, genieß die stürmische Zeit. Sie erinnert dich daran, dass, während draußen der Sturm tobt, die Ruhe in dir zu finden ist. Mach es dir Drinnen gemütlich. Und damit meine ich nicht nur Tee, Decke, Wärmflasche und Sofa. Sondern auch: Mach es dir in DIR gemütlich. Komm bei dir an. Nimm dir Zeit für dich. Höre in dich hinein und lausche deinen Sehnsüchten. Also: Wenn du einen Unterschied für dein Leben willst, dann versuche nicht, die Winterzeit für etwas zu nutzen, für das sie nicht gemacht ist. Schöpfe das Potenzial aus, was sie für dich bereithält und du wirst überall kleine und große Wunder erleben.

Die Jahreszeiten als Wegweiser

Für Dich zur Orientierung habe ich in der folgenden Grafik alle Jahreszeiten dargestellt, und festgehalten, was sie für dein Leben bedeuten:

Die Jahreszeiten als Wegweiser

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