Gesetz der Polarität – Oder: Warum uns nicht immer die Sonne aus dem Arsch scheinen kann

Gesetz der Polarität – Oder: Warum uns nicht immer die Sonne aus dem Arsch scheinen kann

„Du bist immer gut drauf, Farina“ – Diesen Satz höre ich oft und muss euch dennoch enttäuschen. „Ent-täuschung“ ist hier ein so wunderbar passendes Wort, denn es ist eine Täuschung, zu glauben, dass wir (auch ich) nur einen Pol ausleben können.

Gesetz der Polarität

Das Gesetz der Polarität besagt, dass das Ganze immer aus zwei Polen besteht. Und, dass ein Pol nicht ohne den anderen existieren kann. So gibt es den Tag nur, weil es auch die Nacht gibt. Und wir können Gesundheit nur definieren, wenn es auch Krankheit gibt. Wir kennen das Licht nur, weil wir auch die Dunkelheit kennen und den Schatten, weil wir das Licht kennen. Grundsätzlich haben die Gegenteile keine Wertung, auch wenn wir sie manchmal gern in „Gut“ und „Böse“ teilen würden.

Unterscheidung von „Gut“ und „Böse“

Wenn wir die Gegenpole jedoch bewerten, tappen wir schnell in die Falle, den negativ bewerteten Teil zu unterdrücken und uns umso mehr zum positiven zu lenken. Wir wollen die Schattenseiten verdrängen und erzeugen dabei ein Ungleichgewicht.

Wie oft wünschen wir uns zum Beispiel, dass jeder Tag ein guter Tag wäre? Wir wollen harmonische Beziehungen, immer gesund sein und ständig fröhlich gelaunt durch die Gegend rennen. Wir wollen fleißig sein und erfolgreich. Und am besten alles auf einmal.

Folgen des Ungleichgewichts

Nun kommt das Gesetz der Polarität ins Spiel: Es wird immer dafür sorgen, dass ein Ausgleich stattfindet. Wenn wir einen Pol fokussieren und den anderen unterdrücken, wird dieser im Schatten weiter bestehen. Er wird immer seinen Weg zurück zu uns finden. Sei es durch negative Gefühle, Gedanken, Ereignisse oder Krankheiten.

Es ist kein Zufall, dass uns nach einer Phase mit hoher Belastung durch Überstunden oder eine Klausurenphase, oft eine Krankheitsphase einholt. Oder, dass eine Liebesbeziehung, in der jegliche Konflikte ausgeblendet wurden, auf einmal in eine tiefe Krise stürzt.

Du entscheidest

Und deshalb ist es unmöglich, nur einen Pol auszuleben. Wenn wir dauerhaft versuchen, nur tolle, glückliche und produktive Tage zu haben, schlägt das ganz schnell ins Gegenteil um.

Was wir jedoch entscheiden können, ist, ob wir auch den bisher nicht gewollten Pol bewusst leben und zulassen möchten, oder ob wir ihn so lange bekämpfen und verdrängen möchten, bis er auf anderem Wege zu uns zurückkehrt.

Durch die folgenden Fragen kannst du schnell für dich herausfinden, ob du einen Pol unterdrückst:

  • Gegen was kämpfst du?
  • Was willst du nicht zulassen?
  • Was lehnst du ab?
  • Was macht dich wütend?
  • Wovor hast du Angst?

Und da du das jetzt herausgefunden hast, kannst du nun entscheiden, wie du damit umgehen möchtest. 🙂

Viel Spaß dabei,

Deine Farina

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